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25.03.2012 - Leipziger Urgestein: Zum Gedenken an Wolfram Grallert
Bereits am 19. Februar 2012 verstarb in Leipzig

Bereits am 19. Februar 2012 verstarb in Leipzig Wolfram Grallert, einer der großen und bedeutenden Persönlichkeiten der deutschen Philatelie. Der am 30. November 1924 in Görlitz geborene Buch- und später Briefmarkenhändler konnte wie kaum ein anderer auf nahezu zwei Generationen Autoren- und Redaktionsarbeiten zurückschauen, hatte die frühe Zeit der LIPSIA-Kataloge seit 1952 selbst mit- und als Leiter von 1959 bis 1963 ausgestaltet, war von 1963 bis 1989 Briefmarken-Versteigerer, zeitgleich auch Prüfer und Juror. Grallert war einer der wenigen, der mit verschiedenen seiner Werken Traumauflagen erreichte. Sein "Lexikon der Philatelie" wird unvergessen bleiben, zumal es Weiterführung erfährt. Viele Weggefährten werden sich an seine Mitwirkung im Philatelistenverband im Kulturbund der DDR erinnern, andere an seine letzten Messe-Präsenzen nach der Wende, z.B. bei der Internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen. In den letzten Jahren war es ruhiger um ihm geworden. Häufige Erkrankungen und altersbedingte Gebrechlichkeiten schränkten ihn zunehmend ein. Bei der LIPSIA 2007 in Leipzig wurde er noch von der AIJP als Gründungsmitglied dieses 50 Jahre bestehenden Weltverbandes geehrt. 2004 erhielt er den Sieger-Literaturpreis für sein bekanntes "Lexikon der Philatelie".