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11.09.2017 - Kluge Ratgeber und Wissensquellen

(wm) Guter Rat ist nicht immer teuer. Wer die bekannten großen Fachmessen der Philatelie besucht, stößt häufig auf Sonderpublikationen des „Briefmarken Spiegels“ und der DBZ/SE, die gemeinsam eine Art Info-Reihe vermarkten, die dem Leser durchaus Nutzen stiften kann. Dies gilt in letzter Zeit besonders für die Ratgeber „Erben und Vererben“ (Oktober 2016) und „Social Philately. Die Zukunft des Sammelns“. Eng am Puls der Zeit greifen sie damit Themen auf, die im Trend liegen und zu denen Nachfrage besteht. Redaktionell gut gemacht, zwar mit Anzeigen reichlich garniert, aber irgendwie müssen solche kostenlos erhältlichen Produkte auch finanziert werden. Zumal sie in fünfstelliger Zahl unters Volk gebracht werden.
Dies gilt auch für die neueste Publikation dieser Art, die mit den Septemberausgaben beider Zeitschriften zum 170. Geburtstag der „Blauen Mauritius“ diesen ersten Marken der Insel ein Denkmal setzt. Namhafte ehemalige Auktionatoren wie Wolfgang Jakubek oder Hans-Joachim Schwanke kommen zu Wort und berichten so manches, was weithin noch nicht so im Detail bekannt war: Jakubek in gewohnt launiger Art über die Versteigerung einer ungebrauchten „Blauen Mauritius“, die er gleich zweimal in seinem Leben an den Mann bzw. letztlich in ein Museum brachte, Schwanke über das erst kürzlich entdeckte Grab des Stechers dieser Marke Joseph Osmond Barnard, auf dessen Spuren er sich mit seiner Frau im September 2016 bewegte. Prädikat: Lesenswert, ebenso wie die anderen Beiträge zur ersten und nachfolgenden Ausgaben der Insel, deren Käufer und Verkäufer. Wie die anderen Hefte hat auch dieses 24 Seiten Umfang.